Mit dem 1:1 (0:0)-Unentschieden beim VfL Mennighüffen konnte die Spvg. Hiddenhausen einen Punktgewinn verbuchen. Obwohl der Ausgleich der Gastgeber erst in der Schlussminute fiel, war im Lager der Vereinigten niemand unzufrieden, da man nach einer gelb/roten Karte gegen Arian Murseli eine halbe Stunde in Unterzahl spielen musste.

Keine Frage: In der ruhmreichen Geschichte beider Vereine dürfte es schon bessere Duelle gegeben haben. Zur Entschuldigung der überaus überschaubaren Leistungen kann man die auf beiden Seiten ellenlange Ausfallliste heranziehen – sowohl der VfL als auch die Spielvereinigung waren wohl selten in dieser Aufstellung aufgelaufen und dementsprechend nicht eingespielt. Die Gäste hatten gleich in der 1. Spielminute die große Chance auf einen Treffer, doch Matthias Schmolka war bei seinem Kopfball offenbar selbst überrascht, wie ungehindert er im Strafraum zu seiner Chance kam. Die Mennighüffer stellten sich hinten rein und wolten ihren Gegner mit Kontern überraschen. Die beste Chance des VfL vergab Nikolas Schierholz, der gut 30 Meter vor dem Tor Hiddenhausens Keeper Tim Viergutz den Ball abjagte, dann jedoch zu überhastet abschloss und das leere Tor verfehlte. Nach dem Wechsel verflachte die Partie weiter, ehe in der 62. Minute Arian Murseli nach einem Foul die gelb/rote Karte sah und vom Feld geschickt wurde. Trotzdem blieben die Mennighüffer ihrer defensiven Linie treu, denn die Vereinigten waren dank vermehrter Laufarbeit nun besser im Spiel. In der 78. Minute sah es dann sogar nach einem Sieg aus, als der aufgerückte Innenverteidiger Dominic Buchholz nach einer Flanke von Sinan Boga an den Ball kam und dieser aus spitzem Winkel das 0:1 vorlegte. Mennighüffen lockerte nun seine Defensive, kam aber erst in der Schlussminute zu einer Ausgleichschance, die Nikolas Schierholz aus kurzer Distanz zum 1:1 nutzen sollte. Glück dann für die Vereinigten in der dritten Minute der Nachspielzeit, als Thorben Rose einen Schuss von Niklas Stickdorn auf der Linie klären konnte.

Neues gibt es aus dem ungeschriebenem Buch „Kurioses aus dem Amateurfussball“ zu berichten: Ein Spieler aus dem Kader der Vereinigten musste gut 50 Minuten vor dem Anpfiff noch einmal seinen Pkw aufsuchen. Als dieser die Sportanlage in Mennighüffen wieder beterten wollte, wurde diesem der Einlass mit dem gleichzeitigen Hinweis auf die Eintritsspreise verwehrt. Auch einem Hiddenhauser Vorstandsmitglied wurde kein Glauben geschenkt, dass dieser Akteur zu den 17 Spielern auf dem Spielbericht gehört, der später in die Partie eingreifen sollte. Um dem Spieler die Möglichkeit zu geben, sich in der Kabine nun endlich seine Spielkleidung überzustreifen, zahlten die Vereinigten 5,- Euro Eintrittsgeld – inklusive Trinkgeld versteht sich. Sachen gibt`s…

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert